Vorbei am Landgasthof Hammerwirt fließt der Hammerbach. Hier wurde vor mehr als 200 Jahren in einem Anbau eine über ein Wasserrad angetriebene Hammerschmiede betrieben. Das bis heute erhaltene, ältere Haupthaus wurde schon immer als Gasthaus geführt. Unmittelbar vor dem Haupthaus stehen zwei sehr alte, österreichische Grenzsteine, die hier die Grenze zwischen Österreich und Bayern zur Zeit des Salzhandels markierten.
Mühldorf, die nahe Stadt am Inn, war zur Zeit des Salzhandels österreichische Enklave in Bayern, Unmittelbar neben den Grenzsteinen findet sich ein altes Holzkreuz. In der Inschrift wird auf einen im Jahre 1648 vom Pferd gefallenen österreichischen Reiter hingewiesen.
"ANNO 1648 SCHOSS EIN KAISERLICHER REITER AUF DAS STANDBILD DER MUTTER GOTTES UNTERM KREUZ, STÜRZTE VOM PFERD, KOHLRABENSCHWARZ UND VERSTARB EINES GACHEN TODES."
Um 1900 wurde die Hammerschmiede stillgelegt und der Bach aufgestaut, um die Wasserkraft zu nutzen. Es entstand ein kleiner See vor dem Haus und eine Fischzucht für den Eigenbedarf an Forellen. 1990 erfolgte ein grundlegender Umbau des alten Gasthofs. Das Wahrzeichen, das Wasserrad, wurde erhalten. Sein neuer Platz ist jetzt der gläserne Innenhof des Restaurants, durch das einzigartig der Hammerbach fließt.
Der heutige Biergarten, gesäumt von schattenspendenden Kastanienbäumen reicht nun bis an die Forellenteiche heran und setzt sich an der überdachten Seeterrasse fort. Der Ausblick auf Forellenteiche, den Hammersee und unberührte Natur ist schlichtweg einzigartig.